"Alte Schleif" Münchshofen




Über das Denkmal

Die Glasschleiferei in Münchshofen ist eine der letzten, zumindest rudimentär, erhaltenen Schleifmühlen, die es im 19. Jahrhundert entlang der Naab zuhauf gegeben hat. Die Aufgabe der Mühlen war es, das noch blinde Flachglas, das aus den Glaswerken kam, durch Schleifen und Polieren klar und durchsichtig werden zu lassen.

Die Schleiferei in Münchshofen wurde 1890 gegründet und von einer Mühle angetrieben, die bereits zuvor als Hammerwerk genutzt worden war. Mit einem einzigen Mühlrad wurden mittels Transmission 150 Poliertische angetrieben, auf denen Filzteller das Rohglas schliffen und polierten.

Das Eisenbahnnetz der bayerischen Ostbahn AG hatte durch den Anschluss der Bahnhöfe Leusnitz und Treublitz bereits in den 1860er Jahren für die notwendige Infrastruktur der Glasschleiferei gesorgt- die fertige Scheiben konnten mit Fuhrwerken zu den Bahnhöfen gebracht und von dort aus zu den Kunden geschickt werden.

Die "Alte Schleif" arbeitete über Jahrzehnte überaus erfolgreich und überstand sogar zwei Weltkriege. Doch 1954 erwies sich die Fabrik als nicht mehr rentabel und wurde geschlossen.


Für Entdecker

Die "Alte Schleif" liegt direkt an der Naab. Unweit davon befindet sich die Gemeinde Teblitz. Entlang des Flusses entdeckt man immer wieder Stauwehre und Mühlen.


Anfahrt

navi schleif Oberpfälzer Seenland Braunkohlemuseum Steinberg Maxhütte-Haidhof Carolinenhütte


Adresse

Industriedenkmal "alte Schleif"

Uferstraße 28
93158 Teublitz - Münchshofen


Begehbarkeit

Auch wenn die Schleifmühle längst leer steht, so ist das Betreten nicht erlaubt. Ein näherer Blick durch die Fenster ist hingegen kein Problem.


Geschichtliches
1890 Gründung der Schleiferei
1954 Stilllegung