Hammerschloss Vilseck



Über das Denkmal

Der erzhaltige Oberpfälzer Boden sorgte bereits in der frühen Neuzeit dafür, dass sich an vielen Stellen Eisenhämmer gründeten. Verhütteten die Bergmänner ihr Erz zunächst noch selbst, nutzten sie bald die wasserbetriebenen Hammermühlen. Auch in der kleinen Stadt Vilseck entstanden entlang des kleinen Flusses Wiesenohe mehrere Hämmer.

Das heute noch erhaltene Hammerschloss entstand um 1540 und war wohl zunächst Teil eines landwirtschaftlichen Betriebes. Dieser vergrößerte sich im Laufe der Jahrhunderte deutlich, als die Hämmer immer mehr Gewinn abwarfen. Zu wahrem Reichtum kam das Anwesen jedoch erst im 18. Jahrhundert, als die Nachfrage nach Eisen zunehmend stieg. In dieser Zeit entstanden auch die Kapelle und das Gesindehaus.

Der Hammer wuchs während der Industriellen Revolution noch einmal deutlich an. Der große Kamin, der heute einsam mitten auf dem Hof steht, gibt einen Eindruck der damaligen Größe. Doch auch er teilte das Schicksal der meisten Hämmer und musste sich schließlich den großen Stahlwerken fügen.


Für Entdecker

Am Hammerschloss führt der Vilsecker Hammerweg vorbei, der auf 14 Kilometern am Hammerschloss, dem Reisachbrunnen und dem historischen Kalkofen vorbeiführt. Markiert ist er mit HM oder Hammergutweg. 


Anfahrt

navi vils Neumühle auerbach Speedtreibhaus Eschenfelden Maxhütte Sulzbach-Rosenberg Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg

Adrfesse

Hammerschloss Vilseck

Heringnohe 1
92249 Vilseck


Begehbarkeit

Das Hammergut ist frei zugänglich, die Räumlichkeiten sind aber Privatbesitz und nicht zu betreten.


Geschichtliches
1540 Gründung
19. Jh. Bau der Kapelle und der Gesindehäuser