Hammermühle Nürnberg-Katzwang



Über das Denkmal

Die enorme Nachfrage der Nürnberger nach Eisen und anderen Metallen führte nicht nur zur Entstehung kleiner Industriezentren wie Roth, Schwabach oder Lauf. Auch in vielen Dörfern entstanden Hammerwerke um die Reichsstadt mit Rohmaterial zur Weiterverarbeitung zu versorgen.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich aus den Hammermühlen oft kleine  Siedlungen mit einer eigenen Infrastruktur. Trotz Industrialisierung und großen Fabriken überlebten viele dieser Eisenhämmer bis weit in das 20. Jahrhundert hinein und versorgten die Nürnberger Unternehmen.

Der Eisenhammer in Katzwang entstand wohl 1758, worauf ein Wappenstein am Hauptgebäude (Haus 23) verweist. Vermutlich existierte bereits lange vorher eine Mühle an dieser Stelle. Der Umbau zum Hammerwerk kann aber durchaus in dieser Zeit geschehen sein. Einer der ersten Besitzer war der Eisenhändler Benedict Gottfried Holeisen, der den Eisen- und Zainhammer 1792 wieder verkaufte.

Das Anwesen wuchs im Zuge der Industriellen Revolution zunehmend und kam schließlich in den Besitz der Familie Schaeff. Auch nach der Jahrhundertwende blieb der Hammer ein lukratives Unternehmen, denn 1925 stellte Hans Schaeff den Antrag auf den Bau einer weiteren Werkstätte (Haus Nummer 25)

Heute befinden sich Wohn- und Büroräume in den Gebäuden des Anwesens. Im Hauptgebäude ist sogar eine Kunstmühle eingezogen.


Für Entdecker

Die Katzwanger Hammermühle liegt direkt an der Rednitz. Für Wanderfreunde bietet sich eine Wanderung entlang des Flusses an, die über die Drahtfabrik Mühlhof nach sechs Kilometern zur Gerasmühle führt.


Anfahrt

navi katzw Nadelfabrik Weglein Stadtmuseum Schwabach Drahtfabrik Mühlhof Gerasmühle

Adresse

Hammersiedlung Katzwang

Am Hammer
90455 Katzwang


Begehbarkeit

Die Siedlung ist jederzeit frei begehbar. Die ehemalige Hammermühle ist jedoch Privatbesitz un kann nicht betreten werden.


Geschichtliches
1758 Bau der Hammermühle
1792 Verkauf durch Benedict Gottftied Holeisen
19. Jh. Entstehung der Hammersiedlung
1925 Bau einer zweiten Werkstatt