Maxhütte Haidhof



Über das Denkmal

Die Maxhütte-Haidhof ist nicht nur ein Hüttenwerk, sondern auch eine Stadt, die rund um die Fabrik entstanden ist. Noch 1820 bestand die Bevölkerung auf diesem Landstrich aus gerade einmal vierzehn Bauern.

Doch 1835 unterspülten schwere Regenfälle die Felder, so der Volksmund, und legten eine braune Masse frei, die sich schnell als Braunkohle entpuppte. Im Jahr 1846 wurden von einem Burglengenfelder Apotheker erste Versuchsgrabungen durchgeführt, die als "Apothekerschächte" bekannt wurden.

1851 wurde schließlich eine erste Gesellschaft zur Förderung der Braunkohle ins Leben gerufen, aus der schließlich die Sauforster Hütte entstand, der Vorläufer der Maxhütte. Im selben Jahr entstanden die ersten Schächte und die Zeche Auguste. Schießlich entstand die Eisenwerk-Gesellschaft Maxhütte mit dem Stammwerk Haidhof. Erst als 1889 die Maxhütte Sulzbach-Rosenberg in Betrieb genommen wurde, zog auch die Firmenleitung dorthin um. 

Doch die Fabrik wuchs beständig und wurde zum sicheren Arbeitgeber für hunderte Menschen, die sich nach und nach rund um das Werk ansiedelten. Bis 1908 war die Bevölkerung der Maxhütte bereits auf 800 Personen angewachsen. Zwischenzeitlich war auch ein Brikettwerk entstanden, das die Braunkohle verwertete. Nach dessen Konkurs wurde schließlich ein Kraftwerk errichtet. Die Region Haidhof boomte und mit ihr auch die Gemeinde. nach und nach entstanden Schulen, Kirchen und ein komplette Infrastruktur.

Auch die beiden Kriege überstand die Maxhütte-Haidhof. 1953 wurde die neue Kommune Maxhütte-Haidhof sogar zur Stadt erhoben. Mit dem Umbau der Maxhütte in eine Kaltwalzanlage in den 70er Jahren schien zudem die wirtschaftliche Zukunft gesichert.

Doch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg trafen zuerst das Stammwerk in Haidhof, das 1985 zunächst verkauft wurde, ehe 1987 die Produktion eingestellt wurde. 1990 wurde das Werk endgültig stillgelegt. Die Stadt, die sich ausschließlich um die Maxhütte herum entwickelt hatte, stand vor großen Schwierigkeiten.

Doch die Maxhütte Haidhof sollte eine andere Zukunft erwarten, als dem Hauptwerk in Sulzbach-Rosenberg. Denn während die Anlagen dort vor sich hin rosten, ist in das Eisenwerk neues Leben eingezogen. Größere und kleinere Unternehmen haben sich in dem Areal eingemietet und profitieren von der guten Infrastruktur.


Für Entdecker

Die Stadt Maxhütte-Haidhof ausschließlich wegen der Industrie entstanden, die sich hier im 19. Jahrhundert angesiedelt hatte. Es finden sich hier also immer wieder Gebäude und Siedlungen, die in direkter Verbindung zur Maxhütte stehen. Ein Stadtrundgang ist deshalb durchaus empfehlenswert.


Anfahrt

navi maxha Braunkohlemuseum Steinberg Alte Schleif Carolinenhütte Kanalmuseum Burgthann

Anfahrt

Maxhütte Haidhof

Hüttenstraße 1
93142 Maxhütte-Haidhof


Begehbarkeit

Das Werk Maxhütte ist Firmengelände und daher nicht zu betreten. Es ist jedoch möglich die alten Gebäude von mehreren Punkten außerhalb des Zaunes anzusehen.


Geschichtliches
1835 Erste Braunkohlevorkommen
1846 Probeschürfungen
1851 Gründung der ersten Hüttengesellschaft
1852 Gründung der Maxhütte in Haidhof
1889 Einweihung der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg
1939 Zwangsarbeit in allen Maxhütte-Werken
1953 Ernennung der Stadt Maxhütte-Haidhof
1970 Umbau der Maxhütte in ein Kaltwalzwerk
1985 Verkauf und Produktionsstop
1987 Endgültige Stilllegung