Johann Esaias von Seidel

Rubrik: Unternehmer


Geboren: 1758

Gestorben: 1827

Kurzcharakteristik: Verleger und Buchdrucker aus Sulzbach

Mit dem Verleger und Buchdrucker Johann Esajas von Seidel (1758-1827) begann die zweite glanzvolle Epoche des Sulzbacher Buchdrucks. Er war nicht nur eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Stadtgeschichte, sondern auch einer der bedeutendsten Verleger Bayerns um 1800, mit weiteren Filialen in  Amberg, München und Nürnberg. Berühmt machten ihn u.a. die Errichtung der ersten interkonfessionellen Bibelanstalt oder der überregional  bekannte Sulzbacher Kalender. 1821 verlieh König Max I. Joseph  der Familie Seidel auf Antrag den Adelstitel. Am 24. März 1854 verkaufte sein Sohn Christoph Adolph von Seidel den  Verlag und die Buchhandlung an den Regensburger Verlag Friedrich  Pustet. 1877 erwarb der bei Pustet und zuvor schon bei Seidel  angestellte Prokurist Wotschack den Betrieb. Die Druckerei (weiter  unter dem Namen "Seidel") arbeitete noch bis in die 1970er Jahre, die Buchhandlung wurde bis 2006 betrieben.

Von: e.z.

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