Thomas Leykauf

Rubrik: Naturwissenschaftler


Geboren: 1815

Gestorben: 15.09.1871

Kurzcharakteristik: Chemiker und Mitbegründer der Nürnberger Chemieindustrie

Der 1815 als Sohn eines einfachen Knechts geborene Thomas Leykauf konnte sehr erfolgreich die Waisenhausschule absolvieren. Auf Grund seines hervorragenden Abschlusszeugnisses erhielt er ein Stipendium, welches ihm den Besuch weiterführender Schulen ermöglichte. Ab 1834 studierte er an der polytechnischen Schule Nürnberg und wurde dort von seinem Lehrer Friedrich Wilhelm Engelhart für die Chemie begeistert. Leykauf absolvierte wenige Semester an der Universität Erlangen, bevor er 1836 zum Assistenten  Friedrich Wilhelm Engelharts berufen wurde. Nach dessen unerwarteten Ableben im selben Jahr übernahm Leykauf seine Stelle und wurde später zum Professor benannt.
Bekannt wurde Leykauf durch die Entwicklung von Herstellungsverfahren des Farbstoffs Ultramarin (grün und blau), welches er durch die Verschmelzung von Kaolin mit Natriumsulfid erzeugte. Mit zwei weiteren Partnern gründete er die Nürnberger Ultramarinfabrik, in der weitere ultramarine Farbtöne entwickelt wurden.
Auch wenn die genannten Farbstoffe heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr haben, gilt Thomas Leykauf dennoch als Mitbegründer der chemischen Industrie in Nürnberg. Bis zu seinem Tod am 15. September 1871 hatte er die Leitung der chemisch-technischen Abteilung der polytechnischer Schule Nürnberg inne.

Von: c.w.

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